wo er recht hat ...
Heute beschert das Tageblatt seinen geneigten Lesern eine Beilage über gute Tischmanieren.
Mein Mann sprudelt schier über vor Begeisterung.
Beim Mittagessen nimmt er kaum einen Bissen zu sich ohne wohlwollenden Kommentar über den Artikel. Zufrieden mit sich selbst, weil er alles weiß und schon immer richtig gemacht hat.
Ich staune.
„Den Löffel mit der Suppe kann man auf zweierlei Weise füllen - UND man kann ihn mit der Spitze oder der Seite nach vorn zum Mund führen.
Und die Serviette, die wird nicht vorn in den Kragen gesteckt und schon gar nicht in den Gürtel – die wird locker über den Oberschenkel gelegt.“
Ich bin angenehm berührt von so viel Enthusiasmus.
„Bevor man trinkt, tupft man sich grundsätzlich die Lippen mit der Serviette sauber.“
„Ja, genau!“
„Und wenn man fertig ist mit Essen, legt man im Restaurant das Besteck parallel nebeneinander, und wenn man noch etwas will, bildet man einen Winkel mit Messer und Gabel. Und überhaupt packt man die Gabel nicht so voll. Und vom Brot, das man sich als Vorspeise bei Tisch bestreicht, rupft man sich nur jeweils kleine Bröckchen ab! Hach! Das mach ich alles schon!“
Das ist doch endlich mal ein den Frohsinn fördernder Bericht. Das Tageblatt rutscht in meiner Wertschätzung fünf Plätze nach vorn. Mindestens.
„Wir müssen den Artikel unbedingt für die Kinder aufheben, damit es bei Tisch nicht wieder Karambolagen gibt.“
„Unbedingt!“
Er pustet kräftig über seine heiße Kartoffel. Soßentröpfchen sprühen.
„Oh, schau das schöne Tischtuch!" Eigentlich - hätte ich mir die Bemerkung heute verkneifen können.
„Ach weißt du“, er lugt schelmisch hinter seiner Serviette hervor, bevor er sie im Nacken knotet. „Mir san ja dahoam!“
Mein Mann sprudelt schier über vor Begeisterung.
Beim Mittagessen nimmt er kaum einen Bissen zu sich ohne wohlwollenden Kommentar über den Artikel. Zufrieden mit sich selbst, weil er alles weiß und schon immer richtig gemacht hat.
Ich staune.
„Den Löffel mit der Suppe kann man auf zweierlei Weise füllen - UND man kann ihn mit der Spitze oder der Seite nach vorn zum Mund führen.
Und die Serviette, die wird nicht vorn in den Kragen gesteckt und schon gar nicht in den Gürtel – die wird locker über den Oberschenkel gelegt.“
Ich bin angenehm berührt von so viel Enthusiasmus.
„Bevor man trinkt, tupft man sich grundsätzlich die Lippen mit der Serviette sauber.“
„Ja, genau!“
„Und wenn man fertig ist mit Essen, legt man im Restaurant das Besteck parallel nebeneinander, und wenn man noch etwas will, bildet man einen Winkel mit Messer und Gabel. Und überhaupt packt man die Gabel nicht so voll. Und vom Brot, das man sich als Vorspeise bei Tisch bestreicht, rupft man sich nur jeweils kleine Bröckchen ab! Hach! Das mach ich alles schon!“
Das ist doch endlich mal ein den Frohsinn fördernder Bericht. Das Tageblatt rutscht in meiner Wertschätzung fünf Plätze nach vorn. Mindestens.
„Wir müssen den Artikel unbedingt für die Kinder aufheben, damit es bei Tisch nicht wieder Karambolagen gibt.“
„Unbedingt!“
Er pustet kräftig über seine heiße Kartoffel. Soßentröpfchen sprühen.
„Oh, schau das schöne Tischtuch!" Eigentlich - hätte ich mir die Bemerkung heute verkneifen können.
„Ach weißt du“, er lugt schelmisch hinter seiner Serviette hervor, bevor er sie im Nacken knotet. „Mir san ja dahoam!“
haudujudu - 31. Mai, 14:18
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