Gedachtes
Manchmal bin ich mir ganz sicher:
Es gibt sie, die zündende Zauberformel, magische lebendige Worte, dem Himmel nah. Sie vollbringen Wunder, lösen Verstrickungen, klären, glätten. Alles wird gut.
Ich muss sie nur finden! Muss sie sagen!
Beim Atemschöpfen erahne ich sie, ich spüre sie auf meiner Haut.
Dann wieder verbergen sie sich ganz. Schwingen sie im Pulsschlag des Ozeans? In der Ruhe der Sterne?
Im Wald, wenn die Bäume rauschen, fehlt vielleicht nur das heilige Gefäß, sie zu fangen.
Wie eine Blume ohne Wasser werde ich sein, sollte ich je aufhören, sie zu suchen ...
haudujudu - 21. Jul, 14:09
Langsam komme ich den Dingen auf die Schliche.
Da ist diese zierliche Frau, die mich im Quelleshop angiftet.
Der Mann, der nicht zuhört, auf falsch Verstandenem beharrt, die Frau, die meine Mail nicht beantwortet.
All das nehme ich zur Kenntnis. Ich nicke und sage mir: Ja, okay, so ist das also (bei denen).
Da gibt es die politischen Grausamkeiten, Verbrechen, Manipulationen, Unterschlagungen, Lügen.
Solches nehme ich betroffen zur Kenntnis. Und ich weiß, dass alles, was ich tun kann, was ich tun muss, Beten ist.
Dann aber begegnet mir irgendein Furz. Über den könnte ich mich kolossal ereifern und tu es auch. Und genau da – nicht zu glauben - liegt bei mir selbst der Hund begraben. Gut zu wissen :-))
haudujudu - 21. Mai, 12:25
Wie einfach und schön könnte doch ein Leben sein mit einem Guru - möglichst einem von gleich um die Ecke herum, zum Anfassen nah! Dafür würde ich glatt umziehen;-)
Ein Guru, das ist Einer, der letztlich, wenn ich mich erst ganz auf ihn eingelassen habe, das Denken für mich übernimmt, Leitbild ist, dem ich blind folge.
Das hat zum einen den großen Vorteil, dass ich nichts mehr falsch machen kann, zum anderen darf ich mich geborgen fühlen in der Schar weiterer Anhänger und glücklich und erhaben im Wissen um den nunmehr vorprogrammierten geistigen Aufstieg.
Im Laufe der Jahre habe ich vielen nachgespürt. Denen, die gern anderen etwas sagen wollen, die eine Aura des Wissens – wenn nicht gar himmlischer Helligkeit – um sich verbreiten. In viele ’große’ Philosophen habe ich mich eingelesen.
Insbesondere die Heiler haben mich angezogen, und die, die Großartiges für die Menschen geleistet haben in Form caritativen Schaffens. Hier denkt man, DIE müssen der Wahrheit auf der Spur sein.
Diese Menschen mit der von ihnen strömenden Hilfe für Millionen Arme, Kranke, Hilfsbedürftige werden ihren Lohn erhalten.
Nur, wo sie versuchen, anderen den Weg zum Aufstieg zu zeigen, wird es kritisch. Die Lehren der Großen sind vielfältig und stimmen nur in Teilbereichen überein.
Ich respektiere jeden ernsthaft Suchenden, habe große Hochachtung vor den großen Helfern!
Und obwohl mir völlig bewusst ist, dass ich im Vergleich zu manch hellem Licht nur mit lächerlich kleiner Flamme unterwegs bin, ist mir auch bewusst, dass mir nichts anderes übrig bleibt, als selber weiter zu denken, zu prüfen.
Und niemals – wirklich niemals! – kann ich einer Lehre folgen, die den Unterschied zwischen Geistigem und Göttlichen nicht kennt.
Ade, lieber Guru, von um die Ecke rum!
haudujudu - 12. Mai, 12:39
Mittwoch, 30. April 2008
Zwei Menschen
sehen sich an.
Zwischen ihnen ist nichts als ihre Wahrheit.
Der eine weiß, was der andere denkt,
der andere weiß, was der eine denkt.
Und beide denken: 'es tut mir leid!'
PS. Ja, denken ... wann tut das schon gut,
wenn es um Empfindungen geht.
haudujudu - 30. Apr, 08:00
Montag, 21. April 2008
Liebe ist
hinwenden,
wahrnehmen,
fördern -
An den beiden Strichlein über dem O kann man sie leicht erkennen ;-)
haudujudu - 21. Apr, 10:11
Samstag, 19. April 2008
Ich liebe.
Ich liebe mich, weil meine Seufzer in reinem Dur ertönen,
ich liebe mich, weil ich mich vergesse und jeden Morgen neu mit mir anfreunde,
ich liebe mich, weil ich dafür sorge, dass es mir wohlergeht, weil ich stehe, wenn das Umfeld schwankt.
Ich liebe mich, weil ich einfach bin und ruhig, ernsthaft bemüht bin in meinem Lächeln, weil ich andere anschauen kann, als seien sie ich.
Ich liebe das Kind, den Kämpfer, den Träumer in mir, den Opfernden, wachsam Prüfenden, und besonders den Strauchelnden, den, der die Hände ausstreckt nach Unfassbarem, nach der Wahrheit der anderen, der alles für möglich hält, sich verliert und wieder zusammensucht im Stehen und Fallen.
Nicht zu Benennendes drücke ich an mein Herz, halte meine Arme hoch ins Licht,
verweigere mich der Flut der Greifbarkeiten, weine.
Und arbeite.
Und liebe.
haudujudu - 19. Apr, 11:12
Wer sich in den Schatten zurückzieht,
wirft selber keinen mehr.
haudujudu - 11. Mai, 13:23
Dienstag, 7. November 2006
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haudujudu - 7. Nov, 22:02
Samstag, 4. November 2006
Ich lebe wach, doch
Bänder, wie aus
Gummi, Eisen, Papier, Plastik, geflochtenen Halmen, Seide, Leinen, Leder
halte ich in der Hand,
um den Leib gewickelt, um die Brust, den Hals, die Knöchel, die Lenden
fühle mich gezogen,
gefesselt, eingebunden getragen, angekettet, eingeschnürt, behindert, gestützt, gehalten, zerrissen.
Es gibt viele:
Bänder der Familie, Heimat, Freundschaft, Hoffnung,
Erwartung, Sehnsucht, Freude, Schuld, Verantwortung, Verpflichtung, Liebe, Leidenschaft, Krankheit, Not, Zärtlichkeit, Trägheit, Gier, Eifersucht
und Bänder, gewunden von
Hass, Geiz, Ehrgeiz, Idealen, Glauben, Zwang,
Macht, Schmerz, Mitleid, Bedürfnissen des Körpers.
Eines Tages bin ich frei,
denn sie beginnen zu reißen, zerbersten,
verändern sich, zerfallen, fallen ab, lösen sich auf,
werden abgeschnitten, abgerissen, zerschlagen, losgelassen, abgestreift,
weil ich mich wandle und
ich weiß: ohne Bänder schwingt sich’s freier.
haudujudu - 4. Nov, 11:04
Der Mensch neigt dazu,
Einfaches unverstanden beiseite zu legen,
weil er dringend
die Rätsel des Universums lösen muss.
haudujudu - 4. Nov, 10:42